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Kath.net: Die Lage der Christen im Irak

 

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Caritas-international:Christen werden im Irak nicht ausreichend geschützt  

 

 

40.000 irakische Christen verlassen nach Bombenanschlägen ihre Heimat


BAGDAD, 18. August 2004 (ZENIT.org).- Rund 40.000 Christen haben den Irak verlassen, nachdem vor kurzem Attentate auf mehrere Kirchen des Landes verübt worden waren. Das gab ein Regierungsvertreter bekannt. Gegenüber der arabischen Zeitung „Asharq Al-Awsat“ erklärte der Minister für Migration und Einwanderung, Pascale Icho Warda, dass die Emigration auf die „Unsicherheit“ im Land und die „Angriffe auf Kirchen in Bagdad und Mossul vor zwei Wochen“ zurückgehe.

Anfang August wurden Bombenanschläge auf vier Kirchen in Bagdad und zwei in Mosul verübt. Mindestens zehn Menschen starben, über 50 wurden verletzt. Am 2. August richtete Papst Johannes Paul II. eine Botschaft an Erzbischof Emmanuel III. Delly, den chaldäischen Patriarch von Bagdad und Vorsitzenden der katholischen Bischöfe im Irak, in der er ihm seine Nähe und sein Mitgefühl ausdrückte. „In dieser schweren Zeit bin ich der irakischen Kirche und Gesellschaft im Geiste nahe, und ich möchte erneut meine innerste Solidarität mit den Hirten und Gläubigen ausdrücken“, hieß es im päpstlichen Telegramm. Johannes Paul II. versicherte den irakischen Christen, er werde für sie beten und beständig dafür eintreten, dass „so bald als möglich ein Klima des Friedens und der Versöhnung in dem geliebten Land entsteht“. Der Irak hat 24 Millionen Einwohner, 700.000 davon sind Christen.
ZG04081801

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DIE SYRISCH-ORTHODOXE KIRCHE UND DIE ASSYRISCHE UNIVERSALALLIANZ

Paul Menebröcker, Dechant
Ahlen/Westf.
1979

(Kritische Anmerkungen zum Werk Gabriele Yonans "Assyrer heute, Kultur, Sprache Nationalbewegung der aramäisch sprechenden Christen im Nahen Osten.")

Seit gut einem Jahrzehnt strömen orientalische Christen in die Länder des westlichen Abendlandes. Zum größten Teil kommen diese Menschen aus der südöstlichen Türkei, dem Tur Abdin, und gehören der syrisch-orthodoxen Kirche an. Im Abendland wird diese Kirche gewöhnlich die "Jakobitische Kirche" genannt, obwohl die Kirche selbst diese Bezeichnung ablehnt.
Anfangs kamen diese Menschen als "Gastarbeiter". Sie nahmen auf diese Weise die Möglichkeit wahr, den Unterdrückungen und Verfolgungen in ihrer Heimat zu entkommen und in einem freien westlichen Land als freie Menschen leben zu können. Von Anfang an hatten sie die Absicht, in Deutschland, Schweden Österreich oder auch den Niederlanden zu bleiben.
Als dann auf Grund der Recession in den westlichen Ländern der Anwerbestop für Gastarbeiter verfügt wurde, wohnte oft ein Teil der Familien im westlichen Abendland, ein anderer Teil noch in der südöstlichen Türkei.
Seit dieser Zeit versuchen die Christen, über einen Asylantrag in Deutschland oder auch einem anderen westlichen Land bleiben zu können. Von Seiten der westlichen Regierungen wird die Berechtigung zur Zeit noch nicht anerkannt, weil die türkische Regierung einfach behauptet, dass es in ihrem Lande keinerlei Christenverfolgungen gäbe.
Gabriele Yonan ist in ihrer Schrift, "Assyrer heute" dieser Frage nachgegangen.

1. Würdigung des Werkes "Assyrer heute" von Gabriele Yonan

In ihrer sehr fleißigen Arbeit wird ein Aufriss der Geschichte der christlichen Völker im Vorderen Orient gegeben, als auch der Versuch unternommen, die Situation der christlichen Minderheiten in einer mohammedanischen Umgebung möglichst objektiv darzustellen. G. Yonan stellt fest: Diese Christen waren in der Vergangenheit und sind auch heute noch in ihren Heimatländern einer ständigen Verfolgung ausgesetzt. Viele Christen verließen ihre Heimat, um in anderen, vornehmlich in christlichen Ländern, eine Bleibe und eventuell eine neue Heimat zu finden. Diese Menschen kamen so als Gastarbeiter und als Asylbewerber auch in die Bundesrepublik Deutschland. Die verschiedenen Staaten Europas reagierten aus diese "Einwanderung" sehr unterschiedlich. Die westlichen Staaten, so auch die Bundesrepublik, erkennen die Asylberechtigung dieser christlichen Minderheiten bis heute noch nicht an. Ausführlich beschreibt Gabriele Yonan das Verhalten der verschiedenen Regierungen und auch die fatale Situation, die sich daraus für diese Christen ergibt. Die Schrift möchte als Information dienen bei Bürgerinitiativen, Kirchengemeinden, Sozialarbeitern aber auch bei Gerichten, die über Asylanträge zu entscheiden haben.
Außerdem soll dieses Werk informieren über die "Assyrische Universalallianz" und gleichzeitig für diese Organisation werben. Die A.U.A. versucht die Christen der verschiedenen orientalischen Kirchen in sich zu vereinen, um politische Ziele zu erreichen.


2. Die "Assyrische Universalallianz" (A.U.A.)

Bei der A.U.A. geht es um eine politische Organisation, nicht um eine religiöse. Von Gabriele Yonan wird hier nicht klar differenziert. Wie auf den Seiten 216 ff eindeutig vermerkt ist, will die A.U.A. die syrischen bzw. die assyrischen Völker in einer Union zusammenfassen, durch Pflege des Volkstums und der Kultur das Gefühl einer eigenen Nationalität wecken und fördern. Gleichzeitig versucht diese Organisation für das "assyrische Volk" im internationalen Spiel Ziele zu erreichen. Als vielleicht einmal in späterer Zukunft erreichbare Utopie schwebt den Initiatoren vor: ein eigener christlicher Staat im Vorderen Orient: Was das internationale Judentum in dem "Staat Israel" erreichte, warum sollten das nicht auch die orientalischen Christen vermögen?
Die Bewegung geht hauptsächlich von Studenten, Professoren und Leuten mit einer höheren Schulbildung aus. Gegründet wurde die A.U.A. auf dem ersten "Assyrischen Weltkongress" vom 10. - 13. April 1969 in Pau/Frankreich. (Yonan S. 216 ff)
Auf den jährlichen Kongressen in verschiedenen Städten der Welt nahm die Organisation immer mehr Gestalt an:
Die A.U.A. will einen universalen Zusammenschluss auch auf kirchlicher Basis. Gabriele Yonan schreibt auf S. 218 in der Zusammenfassung: "Die Idee einer assyrischen Weltorganisation entspricht der Notwendigkeit, einen universalen Zusammenhalt zwischen den einzelnen assyrischen Organisationen, kulturellen und kirchlichen Gruppen zu schaffen, die verstreut und vereinzelt in zahlreichen Ländern und Staaten des Nahen Ostens, in Europa, in Amerika und Übersee existieren."
Die assyrische Weltorganisation will einen Zusammenschluss auch der kirchlichen Gruppen schaffen und zwar auf demokratischem Wege. Darin liegt nach meiner Ansicht eine wohl nicht zu lösende Problematik der A.U.A.


3. Die A.U.A. und die Kirchen des Vorderen Orients insbesondere des Nestorianismus

Im Vorderen Orient gibt es vier große kirchliche Gemeinschaften: Die "Armenische Kirche", die "Syr.-orth. (jakobitische) Kirche", die "Alte Apostolische Kirche des Ostens" (nestorianische Kirche) und die "Chaldäische Kirche". Die Glaubensunterschiede zwischen diesen Kirchen sind z.T. recht erheblich. Dementsprechend sind auch die Beziehungen der Kirchen untereinander recht unterschiedlich.
Gabriele Yonan geht in ihrem Werk "Assyrer heute" so gut wie ausschließlich vom Denken und den Vorstellungen der "Nestorianischen Kirche" aus. Die anderen Kirchen (besonders die syr.-orth. Kirche) werden zwar recht oft erwähnt; aber ich habe den Eindruck, mehr als "Füllmaterial". Ein syr.-orth. Christ von Ahlen sagte mir: "Ich weiß gar nicht, warum wir immer wieder erwähnt werden. Sie berichtet doch ausschließlich von der "nestorianischen Kirche".
Man kann nicht umhin, festzustellen, dass nach dem Werk von Gabriele Yonan in der Assyrischen Universalallianz das nestorianische Denken eine außergewöhnliche Vorrangstellung hat.
Innerhalb der syr.-orth. Gemeinden konnte ich aus diesem Grund ein großes Unbehagen gegenüber der Assyrischen Universalallianz feststellen. Schon der Name "Assyrer" weckt Reserviertheit.


4. Syrer - Assyrer

Gabriele Yonan spricht ständig von "Assyrern" Auf Seite 31 schreibt sie: "Ab jetzt soll die Bezeichnung "Assyrer" eingeführt werden, an Stelle konfessioneller oder lokaler Namensgebung."
"Assyrer" ist ein" patriotischer Name. Er bedeutet ein Programm. So schließt das Kapitel ganz folgerichtig mit der "Assyrischen Kriegshymne" (Yonan S.31).
Dem nationalen Begriff "Assyrer" steht die Kirchenbezeichnung "Syrisch-orthodoxe Kirche" gegenüber. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass auch der Begriff "Assyrer" konfessionell geprägt ist: Von den syr.-orth. Christen werden allgemein die Nestorianer "Assyrer" genannt.
Das Wort "syrisch" hat hier nichts zu tun mit der modernen Staatsbezeichnung "Syrien". Vielmehr ist es ein sehr altes Synonym für "christlich". Die "Syrer" sind schlechthin die "Christen".
Ich persönlich habe bei den Mitgliedern der syr.-orth Kirche, seien sie aus Ahlen, aus Köln, Hengelo, Berlin oder Augsburg nie die Selbstbezeichnung "Assyrer" gehört sondern immer nur "Syrer". Der Name "Assyrer" entspricht wohl mehr dem Wollen einer patriotischen Gruppe, die gern alle Mitglieder der vier verschiedenen Kirchen zu einer Allianz zusammenschmieden möchte, als dem wirklichen Denken vieler Mitglieder dieser Kirchen. Von der syr.-orth- Kirche möchte ich das behaupten.



5. Die A.U.A und die syr.-orth. Kirche

Dem Wunsche und dem Wollen der Assyrischen Bewegung kommt ein besonderer Umstand zugute: Die Mitglieder der Bewegung kommen hauptsächlich aus den Reihen der Studenten und der Intelligenz. Die syr.-orth. Christen aus dem Tur Abdin, der südöstlichen Türkei, haben sehr wenige Mitglieder, die eine höhere Schulbildung haben. Während diese einfachen Leute sich sehr schwer im Ausland tun, haben die "Assyrer" schon wegen ihrer Schulbildung erheblich weniger Schwierigkeiten: Sie überwinden leichter die sprachliche Barriere. Sie verstehen es, mit den Behörden zu verhandeln, in internationalen Gremien vertreten zu sein. Leider kann ich nicht umhin festzustellen, dass diese Möglichkeit von der A.U.A. ausgenutzt wird, um für die A.U.A. auf recht unredliche Weise zu werben. Das wäre nicht so tragisch, wenn da nicht die enge Verquickung zwischen der Assyrischen Bewegung und dem nestorianischen Denken wäre. Der Glaube ist hier betroffen. Die Zugehörigkeit zu dieser patriotischen Bewegung kann somit nicht ohne Auswirkung auf das kirchliche Denken bleiben.
Für viele Mitglieder der syr.-orth Kirche bedeutet das ein schwerer Gewissenskonflikt: Auf der einen Seite sind diese Menschen aus dem Orient geflohen. Aber er bleibt ihre Heimat, er bleibt ihr eigentliches Zuhause. Hier in den europäischen Ländern erleben sie tagtäglich, dass sie angesehen werden wie Menschen 2. Klasse, dass sie ungeliebt sind. Mit Recht tituliert Peter M. Ranke seinen Artikel am 27. Juni 1977 "Die Welt" S. 5 "Assyrische Christen - Flüchtlinge, die niemand will ". Und da sind nun Landsleute, die es verstehen, mit den Behörden umzugehen, die bereit sind, ihnen zu helfen. Wer könnte es einem Christen dieser orientalischen Kirchen verargen, wenn er den sehnlichsten Wunsch hat, dass da endlich ein Land sein wird, wo er sich zuhause fühlen darf, wo man ihn nicht schief ansieht, wo er gewünscht und geliebt ist unter seinen eigenen Landsleuten! In diesem Punkt sind auch die Priester der syr.-orh. Kirche Mitglieder dieser "Christen die niemand will"!
Und da gibt es nun diese Schwierigkeit. Die Nationalbewegung ist eng verquickt mit der nestorianischen Kirche und da diese Bewegung sich versteht als "überkirchliche Nationalbewegung" erwartet sie, dass die eigene kirchliche Identität gegenüber der Nationalbewegung zweitrangig wird. Der Anschluss an die assyrische Bewegung bedeutet also eine Entfremdung von der eigenen Kirche. Für die syr.-orth. Kirche muss das leider festgestellt werden. Gabriele Yonan schreibt auf Seite 200: "Wegen der überkirchlichen Nationalbewegung kam es zu Schwierigkeiten mit den syr.-orth. Geistlichen, die sich gegen diese Bewegung stellten."
Was heißt hier "überkirchlich"? Soll das heißen, dass die Bewegung erwartet, dass sich die syr.-orth. Kirche vor den Wagen einer patriotischen Bewegung spannen lässt? Die syr.-orth. Kirche hat nicht nur Mitglieder im Vorderen Orient. Sie ist weltweit. Etwa 2.400.000 Mitglieder wohnen in Indien. Mit Recht kann diese Kirche sagen, dass sie auf die Apostel zurückgeht. Eine sehr heftige Auseinandersetzung in Schweden erhellt dieses Problem noch mehr.


6. Vorgänge in Schweden

Hier kam es zu schweren Zusammenstössen zwischen Mitgliedern der syr.-orth. Kirche und der "Assyrischen Allianz". Da fast jede syr.-orth. Familie hier von Ahlen auch Verwandte in Schweden hat, war ich ständig über das, was sich in Schweden tat, gut unterrichtet. Allerdings stimmt die Darstellung der Leute von hier nur dann mit dem Bericht von Gabriele Yonan in ihrem Buch "Assyrer heute" überein, wenn man versteht, zwischen den Zeilen zu lesen. Nun was war passiert?
In den letzten Jahren strömten sehr viele syr.-orth. Christen (nicht Assyrer) in das Land Schweden, weil sie meinten, dort am leichtesten die Möglichkeit zu haben, zu bleiben. Die Vermittlung bei den Regierungsstellen übernahm die "Assyrische Bewegung". Da sie in enger Verbindung mit dem Staatskirchentum und auch mit der Sozial-Demokratischen Partei stand, konnte sie manche Vorteile für die Syrer erreichen. Gabriele Yonan zählt diese ausführlich auf S. 200 auf. Allerdings, so sagten mir die Leute, habe man diese Vorteile nur, wenn man sich der "Assyrischen Bewegung" anschließe. Viele schlossen sich an, weniger aus Überzeugung mehr aus nackter Existenzangst. Die Frage: "was sollen wir den tun?" wurde nicht nur in Schweden sondern in ganz Europa unter den syr.-orth. Christen erörtert. Auch die Haltung der Priester war und ist nicht einheitlich. So brachten die Vermittlungsversuche keinen Frieden.

Im Juni 1977 reiste Patriarch Jakub III. selbst nach Schweden und machte seinen Christen deutlich, dass die syr.-orth. Kirche sich nicht der "Assyrischen Bewegung" beuge. Hiergegen nun wetterte die Assyrische Bewegung . Ein "Kommuniqué an unser Volk" wurde in arabischer Sprache verfasst, in dem gegen den Patriarchen zufelde gezogen wurde.

Positiv an diesem Streit war, dass hier eine grundsätzliche Fehlhaltung der A.U.A. ungeschminkt und deutlich ans Tageslicht kam.

Es ist schon eigentümlich, dass das Kommuniqué in arabischer Sprache, also in einer Sprache, die nur von sehr wenigen syr.-orth. Christen verstanden wird, herausgebracht wurde . Worum es eigentlich geht, wird in den letzten Sätzen des Kommuniqués (Yonan S. 200) gesagt: "Diejenigen aber, deren einziges Ziel Herrschaft ohne Grundlage einer demokratischen Ordnung ist, sollen keinen Einfluss mehr gewinnen. Ihr Machtmittel ist diktatorische Anmaßung, also menschenrechtsverletzende Maßnahmen. Ihnen wird sich niemand unter uns beugen, indem wir unsere Volks- und Nationalbezeichnung dem Namen einer bloßen Konfession opfern werden."
Es wird hier also grundsätzlich die "Nationalbezeichnung" (Assyrer) über die Konfession oder richtiger über die Religion gestellt. Es wird dem Patriarchen das Recht einer Kritik an diese Verdrehung der Werte abgesprochen, da die innere Ordnung der syr.-orth. Kirche nicht den Vorstellungen dieser patriotischen Bewegung entspricht. Ich war schockiert über den maßlosen Einmischungsversuch dieser patriotischen Bewegung in das innere Selbstverständnis der syr.-orth. Kirche.


Ich meine: Die Problematik der A.U.A. wird hier deutlich und nicht die der syr.-orth. Kirche. Wie würde unsere römisch-katholische Kirche reagieren, wenn irgendeine Partei, ein Staat oder eine andere Religionsgemeinschaft sich in das innere Selbstverständnis der Kirche einzumischen versuche. In manchen Ostblockstaaten gibt es ja gewisse Parallelen.


7. Prinzipien für ökumenische Gespräche

Ob im Westen oder im Osten, die Christen in aller Welt spüren, dass die Zerrissenheit in verschiedene Konfessionen nicht dem Willen Jesu Christi entspricht. Manche wenig erleuchtete Geister meinen: Was soll das Getue, "die" sollen sich an einen gemeinsamen Tisch setzen. Dann muss jede christliche Konfession zu Kompromissen bereit sein und auch mal hier und dort einige Abstriche machen. Dann müsste man doch auf demokratischem Wege zu irgend einer Einigung kommen.

Es sei hier klar vermerkt: Bei ökumenischen Gesprächen geht dieser weg absolut nicht. Vielmehr ist jeder Versuch nach dieser Methode von Anfang an zum Scheitern verurteilt: Die Probleme, die Zerrissenheit und das gegenseitige Misstrauen werden höchsten noch größer. Für ökumenische Gespräche müssen andere Wege gefunden werden. Sehr eingehend hat sich das Zweite Vatikanische Konzil mit dieser Frage beschäftigt und Prinzipien für die Ökumene aufgestellt. Im Dekret über den Ökumenismus (Erstes Kapitel (Art 4)) wird gesagt: "Dazu gehört: Zunächst alles Bemühen zur Ausmerzung aller Worte, Urteile und Taten, die die Lage der getrennten Brüder nach Gerechtigkeit und Wahrheit nicht entsprechen und dadurch die gegenseitigen Beziehungen mit ihnen erschweren." oder etwas weiter im selben Kapitel: "Es ist billig und heilsam, die Reichtümer Christi und das Wirken der Geisteskräfte im Leben der anderen anzuerkennen, die für Christus Zeugnis geben, manchmal bis zur Hingabe ihres Lebens." Voraussetzung für jedes Gespräch ist das "Ernstnehmen des Gesprächspartners". Das gilt für jedes Gespräch; erst recht für jedes ökumenische Gespräch.
Bei aller Begeisterung für eine patriotische Idee muss sich die A.U.A. an diese Grundregeln halten.
Und sollte die Bewegung wirklich einmal die Aufgabe eines Parlamentes (Yonan S. 218) übernehmen, dann darf nicht gleich am Anfang die Unterdrückung der religiösen Freiheit stehen. Das haben gerade diese Menschen zur Genüge von seiten des Islam erlebt. Es wäre dann besser, die A.U.A. gäbe sich selbst auf.


8. Die syr.-orth., die röm.-kath. (kaldäische), armenische und die nestorianische Kirche

Die orientalischen Kirchen bilden nunmal keine Einheit. Es bestehen zum Teil tiefe Glaubensunterschiede.
Dementsprechend war und ist die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen tiefer oder auch nur sehr oberflächlich und locker. Wie ich aus Gesprächen mit den syr.-orth. Christen entnahm, stehen die armenische, die chaldäische (röm.-kath.) und die syr.-orth. Kirche in einem verhältnismäßig weitem Abstand zur nestorianischen Kirche, was glaubensmäßig bedingt ist. Die Zusammenarbeit zwischen den anderen drei Kirchen war bereits in der Türkei eng und gut: Seit vielen Jahren werden mehrere chaldäische (röm.-kath.) Dörfer von Priestern der syr.-orth. Kirche seelsorglich betreut: Sie taufen die Kinder, feiern mit ihnen heilige Eucharistie und schließen die Ehen (Yonan, Assyrer heute, S. 112 unten). Der syr.-orth. Priester Johannes Teber, jetzt Berlin, hat manches mal den beschwerlichen Weg in die entlegenen Bergdörfer gemacht, um dort die röm.-kath. Christen zu betreuen.

Als dann syr.-orth. Christen aus der Türkei nach Deutschland kamen und anfangs nur ein einziger Priester, Bitris Schüsche, Augsburg, für ganz Deutschland zur Verfügung stand, kamen diese Christen zu den röm.-kath. Kirchen, um dort ihre Kinder taufen zu lassen. Bereits von meinem Vorgänger im hiesigen Pfarramt wurden zwei Kinder getauft. Ebenfalls auf höchster Ebene wurde zwischen beiden Schwesterkirchen die Zusammenarbeit vertieft.

Es kam zu mehreren Gesprächen zwischen Papst Paul VI. und Patriarch Yakub III. (In Gabrieles Buch werden diese Gespräche nicht erwähnt!). Sie führten dazu, dass im Jahre 1971 ein gemeinsames Kommuniqué unterzeichnet wurde. Die syr.-orth. Kirche schickte nun ihre Studenten an die kath. Hochschulen. Der Diakon Hanna Aydin studierte bei den Franziskanern in Schwarz bei Innsbruck und der jetzige Priester Yusuf Harman zuerst bei den Lazaristen in Istanbul und kam dann über denselben Orden nach Wien. Hierbei war es nicht zufällig, dass die ersten Studenten nach Österreich kamen. Insbesondere Kardinal Dr. Franz König pflegte seit Jahren gute Beziehungen zu Patriarch Yakub III. (Yonan, Assyrer heute S. 208). Mehrere Besuche des Patriarchen in Rom und in Wien als auch Besuche von Kardinal König in Damaskus liessen das gegenseitige Verhältnis tiefer wachsen. Beim kurzen Pontifikat von Papst Johannes Paul I., war ein Tag (19.07.1978) der syr.-orth. Kirche gewidmet.
Am 23. Mai 1977 hatte ich selbst ein längeres Gespräch mit Patriarch Yakub III., das sich fast über den ganzen hinzog. Es ging um die Frage der ökumenischen Zusammenarbeit zwischen der röm.-kath. und der syr.-orth. Kirche und insbesondere um die seelsorgliche Betreuung der syr.-orth. Christen in Deutschland durch röm.-kath. Priester. Ich spürte, dass dieses Gespräch sich vertiefte, als ich dem Patriarchen sagte, dass jeder Versuch einer Proselytenmacherei von mir und auch insgesamt von der röm.-kath. Kirche abgelehnt wird. Das war und ist die Basis, auf der ein gutes gegenseitiges Verhältnis der Kirchen zueinander gewachsen ist und weiter wachsen kann. Grundsätzlich war diese Haltung der kath. Kirche dem Patriarchen aus vielen Gesprächen mit Kardinal König, Papst Paul VI., Johannes Paul I. und Johannes Paul II. klar. Aber wie sieht dieses Verhältnis zueinander in der praktischen Seelsorge aus? Das war die Frage, die den Patriarchen sehr interessierte: Auf der einen Seite die syr.-orth. Christen, die in Deutschland als Gastarbeiter oder als Asylantragsteller oft nicht gewünscht sind, der deutschen Sprache nicht mächtig sind und auf der anderen Seite der kath. Pfarrer oder auch der Dechant in einer überwiegend kath. Stadt, der sich in den Gesetzen auskennt, für den das Deutsche die Muttersprache ist, mit dem die Behörden gut auskommen möchten. Wieviele Möglichkeiten einer wirklichen Hilfe sind dem gegeben! Aber es besteht auch die Gefahr, dass dieser Pfarrer die syr.-orth. Christen in ein Abhängigkeitsverhältnis zu sich bringt. Das wäre ein große Übel. Es würde eine weitere Zusammenarbeit sehr erschweren, wenn nicht unmöglich machen.

Aber diese Kirche konnte etwas anderes bei den letzten Päpsten spüren: Es ist tiefes Anliegen auch der röm.-kath. Kirche, dass diese Kirche mit ihrer reichen Tradition, mit der aramäischen Sprache, der Sprache Jesu, als liturgische Sprache und ihrem großen Glauben der gesamten Christenheit erhalten bleibe. So sagte die syr.-orth. Delegation bei der Amtseinführung von Papst Johannes Paul II.: "Unsere syrische Kirche, die immer noch die syrische Sprache in ihrer Liturgie verwendet, welche mit dem Munde des Erlösers, der Heiligen und der Erstmissionare geheiligt worden ist, erlebt heute neue Geschehnisse, von denen eines die Auswanderung einer großen Anzahl ihrer Söhne in verschiedene Richtungen der europäischen Länder und der Benelux-Länder und Skandinavien ist. Unser syrisches Volk, Bewahrer seines Glaubens, seiner Tradition und Sprache vor allem seine verantwortlichen Geistlichen erfahren jegliches Willkommen seitens Eurer Kirche. In ihrem Namen und mit Hilfe der Vermittlung Eurer Heiligkeit sprechen wir unseren Dank aus den hochverehrten Bischöfen und dem Klerus der katholischen Kirche, besonders seiner Ehrwürden Kardinal Franziskus König, welche alle sich größte Mühe geben für deren Wohlergehen und Sicherheit im Westen."
Auf höchster Ebene vertieft sich die Zusammenarbeit mehr und mehr. In regelmäßigen Abständen sind syr.-orth. Delegationen und auch der Patriarch selbst bei Papst Johannes Paul II. zu Besuch. Der nächste Besuch seiner Heiligkeit Patriarch Yakub III. ist vorgesehen im Juni dieses Jahres. Auffällig ist, wie rege "Kolo Suryoyo, Bulletin of the Syrian-Orthodox-Church of Antioch in Europe", die offizielle Zeitschrift der syr.-orthodoxen Kirche in Europa, an allem Geschehen im Vatikan teilnimmt.

Wie in Österreich, sucht der syr.-orth. Klerus, suchen die syr.-orth. Christen Kontakte zur röm.-kath. Schwesterkirche. Schwierig ist oft, die ersten Kontakte zu knüpfen. Die syr.-orth. Christen kommen als Fremde in ein fremdes Land, dessen Sprache sie nicht verstehen. Häufig spüren sie: wir sind nicht gewünscht. Sie haben eine gewisse Angst, von den kath. Christen |nicht| verstanden zu werden. Der römische Ritus ist den meisten von ihnen fremd. Umgekehrt wissen die kath. Christen oft gar nicht, dass da unter den Türken Glaubensbrüder sind. Ja, viele Deutsche sind misstrauisch, wenn diese sagen: Wir sind Christen.
Ist aber einmal das Eis gebrochen, können sich diese Kontakte schnell vertiefen.
Ich persönlich lernte in kurzer Zeit alle in Deutschland tätigen Geistlichen der syr.-orth. Kirche kennen, die meisten von ihnen in meinem eigenen Pfarrhaus. In vielen Gesprächen erörterten wir die ökumenische Zusammenarbeit zwischen den Kirchen. Immer wieder war festzustellen, wie tief die Übereinstimmungen sind, ob nun in der Liturgie, in der Verehrung der Gottesmutter und der Heiligen oder auch in den grundsätzlichen Glaubensfragen. Das Miteinander muss langsam wachsen. Es kann nicht erzwungen werden.
Manchmal sind es Dinge am Rande, die aufbauen oder belasten.



Beim Buch "Assyrer heute" fiel mir und einigen syr.-orth. Christen auf:
Zur Illustration befinden sich in diesem Buch oft der assyrische Flammstern und der assyrische Stier mit dem Menschengesicht. Das Zeichen des Kreuzes sucht man vergebens. Höchstens findet man es mal auf übernommenen Fotos.


In Gesprächen spürte ich, was dieser Kirche, was diesen Christen das Zeichen des Kreuzes bedeutet. Manche ließen sich das Zeichen des Kreuzes eintätowieren, fasst alle tragen es an einem Kettchen um den Hals. In der Türkei ist es ihnen nicht möglich, dieses Zeichen öffentlich zu tragen. Das Kreuz ist das Zeichen der Christen, ob katholisch, evangelisch oder orthodox, das Zeichen dafür, dass wir durch den Tod Christi erlöst wurden und Brüder und Schwestern Christi wurden. Bei seiner Primiz in meiner Pfarrkirche sagte der Neupriester Yusuf Harman: Wir möchten unter den Christen in Deutschland leben wie Brüder unter Brüdern. Sollten wir ihnen dabei nicht helfen?

Paul Menebröcker


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Literatur:
Gabriele Yonan, Assyrer heute Kultur, Sprache, Nationalbewegung der aramäisch sprechenden Christen im Nahen Osten, Reihe Pogrom
Erstausgabe Dezember 1978

Anlagen:
1) Patriarch IgnatiusYakub III
Patriarch of Antioch and All the East
The Supreme Head of the Syrian-Orthodox Church

Brief des Patriarchen am 20.06.1977 an
Social Styrelsen
106 30 Stockholm
Schweden
(unveröffentlich) Übersetzung P. Menebröcker

2) Declaratio Communis
a Summo Pontifice Paulo Pp. VI et a Sanctitate Sua Mar Ignatio Iacobo III, Patriarcha seiunctac Antiochiae Syrorum, subscripta.

Acta Apostolicae Sodis - Commentarium Officiale
Acta Pauli Pp. VI - Seite 814 - 815 (1971)

Übersetzung aus dem englischen
P. Menebröcker (ebenfalls Kolo Suryoyo, Nr. 8 - 1979, S. 5 - 16)

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Plünderung der Kirche der heiligen Muttergottes in Diar Bakir (Bericht von suryoyo-online)/

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Christians are not a minority in Lebanon (Arabic). By: Father C. Mubarak 17.11.02

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Ein Bericht von Helga Anschutz über die Assyrer in der Türkei

Litaraturempfehlungen von Margabrielverein

 

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Chaldäischer Patriarch von Bagdad verurteilt die Folterungen von Gefangenen


BAGHDAD, Irak, 12. Mai 2004 (ZENIT.org). - “Kein Mensch auf der Welt darf es akzeptieren, wenn einer seiner Brüder gefoltert wird” – lautet die Stellungnahme des chaldäischen Patriarchen von Bagdad zur Nachricht über den inhumanen Umgang, den sich Soldaten der Koalition gegenüber irakischen Gefangenen erlaubt hatten.

„Diese Folterpraxis verstößt gegen Humanitäres Recht“, betonte Patriarch Emmanuel III. Delly. „Niemand kann sie akzeptieren, weder Iraker noch Amerikaner, Briten oder Italiener.“

In Stellungnahmen gegenüber der „Missionary Service News Agency“ (Misna) betonte der chaldäische Führer, dass „Gott uns Intelligenz gegeben hat, um zu sprechen, zu erklären und zu überzeugen: Das ist der einzige annehmbare Weg!“.

Der irakische Patriarch fügte hinzu, dass es unannehmbar ist, „diese Intelligenz dazu zu verwenden, andere zu foltern; die ganze Welt stimmt darin überein“.

Patriarch Delly wollte jedoch nicht über die möglichen Konsequenzen der Folterungen von Irakern sprechen. „Es ist nicht an uns, diese Aspekte zu beurteilen“, sagte er.

„Es wird die Aufgabe der Richter und der Tribunale sein, das Geschehene zu beurteilen“, betonte er. „Aber als Führer der christlichen Gemeinde, habe ich die Pflicht auf die Prinzipien zu verweisen, die uns unser Herr gegeben hat: Einander zu lieben, alles Menschenmögliche zu unternehmen, um das Leiden zu vermindern und nicht, es anderen zuzufügen.“
ZG04051203

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Irakische Christen fürchten Muslimischen Zorn
Von Willis Witter

BAGDAD - Zwei rissgestaltete Tropfen des Bluts sind auf dem Wohnzimmerboden geblieben, Tage nachdem sich muslimische Fanatiker ihren Weg in ein Haus freischossen und zwei Kinder exekutierten, weil die Familie christlich ist. Jetzt äußern einige irakische chaldäische Christen die Befürchtung, dass Militante die Kirchen in Bagdad am Ostersonntag angreifen werden.
Chaldäa war vor etwa 2000 Jahren ein Bestandteil des Iraks und dann ein Teil des persischen Reiches. Die chaldäischen Christen trennten sich von der frühen Christlichen Kirche wegen der Frage über die Jesusgöttlichkeit, vereinigten sich jedoch mit der Römischen Katholischen Kirche in den 70er Jahren des 16. Jh.
„Unsere Leute haben Angst vor einer Reihe von Massakern zu Ostern. Vier Kirchen sind zu uns gekommen, um nachzufragen, wie sie Sicherheitskräfte einstellen können,“ sagte Isoh Barnsavm (Barsom, d. Red.), ein Repräsentant der Patriotischen Union Bethnahrain, eine von mehreren politischen Parteien, die Teile der etwa eine Million starken Christlichen Minderheit in Irak vertreten.
„Nachbarn bekommen jetzt Drohbriefe. Einige Drohungen sind von unbekannten Gruppen,“ sagte Herr Barsom. „Andere sind von Ansar Al Islam,“ eine Gruppe, die mit El Kaida in Verbindung gebracht und während des Krieges von den US geführten Kräften gezielt angegriffen wurde. Darin steht „Sie müssen ein Muslim werden, ansonsten töten wir sie“

Ende letzten Monats hatte die Familie der zwei ermordeten Kinder eine Notiz erhalten, wo dahingehend die Warnung ausgesprochen wurde, dass sie getötet werden würden und „in die Hölle verdammt sind“. Am nächsten Tag kam ein bewaffneter Mann und hat den zwei Kinder mit je einem AK-47 Gewehrschuss in den Kopf geschossen, so dass ihr Blut durch das ganze Wohnzimmer geflossen ist. Ihre Mutter und mehrere andere Kinder im Haus wurden am Leben gelassen, vermutlich um den anderen davon zu erzählen. Blutspuren blieben am Boden und an der Wand zurück, wo ein eingerahmtes Bild der Maria Muttergottes mit einem goldenen Heiligenschein gehangen ist, um über den Frieden des Zimmers zu wachen.

Schlaflose Nächte
Inzwischen sind zwei Onkel eingezogen, um die Familie zu schützen. Einer der Männer, aufgelöst und zerzaust nach einer weiteren schlaflosen Nacht, die eigene AK-47 um die Hände geklammert, bittet den Reporter, der zu Besuch gekommen ist, um Hilfe, während seine Augen von Tränen überquellt werden. „Wie können sie garantieren, dass wir nicht getötet werden? Wir können nicht schlafen. Wir können nicht zur Arbeit. Wir sind so entsetzlich erschrocken, dass wir unsere Gewehre die ganze Zeit bei uns tragen. Alles geschah in weniger als 10 Sekunden,“ sagte der Onkel. Die Mutter, schmal und dünn in einem schwarzen Trauerkleid, sitzt ruhig bei ihren überlebenden Kindern.
Herr Barsom sagt, „Es hat Hunderte von Übergriffen gegeben. Jeden Tag hören wir von einem neuen Angriff“. Er hat geschätzt, dass seit der Krieg im letzten Jahr begonnen hat, bis zu 200 irakische Christen von muslimischen Extremisten getötet worden sind. Viele sind während ihrer Arbeit als Dolmetscher der Koalition getötet worden, in Angriffen, die kein offensichtliches religiöses Motiv gehabt haben.
Aber Herr Barsom sagt auch, dass er besonders bei Vorfällen besorgt ist, wo Leute ermordet werden, weil sie Christen sind. Im Falle der Ermordung der zwei Kindern war die Warnung computergeschrieben. Sie wurde gedruckt und mit einem Kopiergerät vervielfältigt. Unterzeichnet ist die Warnung von Ansar Al-Islam. Es hat die Familie des Verkaufs von „narkotischer Flüssigkeit“, einen offensichtlichen Euphemismus für alkoholische Getränke beschuldigt. Im Irak ist es nur den Christen erlaubt zugelassenen Alkohol zu kaufen und zu verkaufen. Beamte der von den USA geführten provisorischen Koalitionsbehörde haben es vorläufig abgelehnt, diesen Artikel zu kommentieren.
Ein Beamter der öffentlichen Information hat gesagt, dass der Fall der ermordeten Kinder beim Irakischen Innenministerium liege und dessen Aufgabe es sei, es als einen Polizeifall aufzunehmen, wie Einbruch oder Mord. Ein weiterer Beamte des US Konsulats, via E-Mail über die ungefähren Vorgänge einer Beantragung von politischem Asyl für eine Familie nachgefragt, sagte, dass er nicht ermächtigt sei, darüber mit der Presse zu sprechen.
Mitglieder der Bethnahrain Partei sagen, dass sie keinerlei direkten Zugang zu irgendjemanden in der Koalition haben. „Sie erlauben mir nicht einmal den Eintritt ins CPA Gebäude, weil ich keine Marke habe“, sagt ein älterer Parteibeamter, der darum gebeten hat, nicht beim Namen genannt zu werden.

Chaldäische Minderheit
Die Zahl der chaldäischen Christen im Irak, so sagt man, beträgt ungefähr 600.000, wenigstens zweimal so viele sind im Laufe der Jahre in die Vereinigten Staaten, nach Westeuropa und nach Australien im Verlauf der Jahre ausgewandert. Ein große chaldäische Gemeinde ist in Southfield-Michigan vorzufinden.
"Wir haben eine Familie, die mit der Bemerkung: „Wenn Sie die Kirche besuchen, dann werden wir Sie töten.“ bedroht worden ist,“, sagte ein weiterer älterer Bethnahrain Parteibeamter, der auch Geschichtsprofessor und ein bekannter Autor ist.
Im Irak sind die Chaldäer besonders darüber enttäuscht, dass sie innerhalb des 25köpfigen irakischen Regierungsrates, der vom höchsten US Zivilverwalter L. Paul Bremer bestimmt wurde, keinen Repräsentanten haben. Das einzige nicht muslimische Mitglied ist Yonadam Kanna, der die assyrischen Christen, die kleinste der drei Hauptgruppen der Christen vertritt. Eine dritte Gruppe, die Syrischen Christen, sind geteilt in Katholiken, die treu zu Rom stehen und Orthodoxen Mitgliedern mit einem Patriarchen.

Die Übergangsverfassung ist vom Irakischen Übergangsregierungsrat ratifiziert worden. Aber 12 der 25 Mitglieder haben nur unter Protest und Wünschen unterschrieben, dass bis das Dokument offiziell nach dem 30. Juni in Kraft tritt, es Änderungen geben wird. Die Verfassung proklamiert den Islam als Staatsreligion. Anderswo werden die Turkmenen und Chaldo-Assyrer, als Beispiele für Minderheiten, dessen Rechte geschützt werden sollen, erwähnt.
„Es sagt nichts darüber aus, was ein Chaldo-Assyrer ist. Wir haben den Begriff vorher nie gehört. Ist es eine Nation? Ist es eine ethnische Gruppe, eine Religion?“, sagt Nahrain Khoshaba Touma, Vorsitzende der irakischen Union Freie Frauen Bethnahrain.
„Wir müssen mit den Koalitionskräften arbeiten, um eine gewisse Sicherheit für die christlichen Familien herzustellen. Die Araber haben Clans. Sie bekommen die notwenige Sicherheit von ihren Clans. Auch die Kurden haben Clans. Die Christen jedoch haben keine Clans. Sie brauchen Sicherheit, und Sicherheit fängt mit dem Gesetz an. Lesen Sie die neue Verfassung durch; nirgends wird die Andeutung gemacht, dass im Irak Christen existieren,“ erklärt Frau Touma.

Herr Barsom weist darauf hin, dass sich ein religiöser Krieg abzeichnet und im Irak schon unterwegs ist. Er benutzt manchmal die Begriffe "Krieg der Kulturen" und "Krieg der Zivilisationen"; Begriffe, die USA Beamte vermeiden.
„Auf der einen Seite gibt es die Globalisierung, eine Welt ohne Grenzen, das Konzept der Demokratie, eine über Grenzen gehende Kultur. Nun richtet sich diese zentrale Kraft, die aus dem Nahen Osten kommt und aus dem islamischen Fundamentalismus und der Stammeskultur resultiert, gegen dieses neue System. Es geht nicht nur um Muslime gegen Christen. Es ist der Islamische Fundamentalismus, der gegen den Westen schlägt. Die Kurden, nahe der iranischen Grenze, wurden von Ansar Al-Islam angegriffen, das sagt aus, dass sie nicht als wahre Muslime betrachtet werden. Aber die Fanatiker betrachten uns als einen Teil des Westens, und deshalb sind wir das erste Ziel innerhalb des Landes“, erklärt Herr Barsom.
Die Regierung von Saddam Hussein gab den Christen und anderen religiösen Minderheiten ein Maß an Schutz. Keiner unter Dutzenden von Christen, die interviewt wurden, hat im vergangenen Monat gesagt, dass sie ihn vermissen. „Wir sind ziemlich glücklich darüber, dass Saddam weg ist und die Rolle eines solchen Diktators zu Ende gegangen ist,“ sagt Herr Barsom.
"Die Angriffe, die aktuell über uns kommen, sind der Preis, den wir für ein neues System, das eine Diktatur beendet und ein neues System aufbaut, zahlen müssen. In der Geschichte hindurch haben wir für diese Art von Veränderung immer mit Blutpreis bezahlt; in der Geschichte hat es jedes Mal einen Konflikt zwischen Ost und West gegeben.“

Viel vom Blut, das von muslimischen Fanatikern im post-Saddam Irak verschüttet worden ist, ist das von den Mändäern, einer Biblischen Sekte, die bekannt ist für ihre weißen Roben, Flusstaufen und ihre Widmung der Lehren von Johannes dem Täufer.
„Nach dem Krieg haben wir 49 Entführungen, Morde und Vergewaltigungen dokumentiert, die gegen Mandäer in verschiedenen Teilen des Iraks passiert sind“, sagt Karam Majeed, der dabei ist eine Organisation zur Pflege und Erhaltung der Mandäischen Kultur ins Leben zu rufen. Kurze Zeit nach dem Krieg, hat ein älterer muslimischer Geistlicher im Südirak eine Fatwa oder eine religiöse Verordnung auf seiner Web-Site herausgegeben: „Wenn wir die Mandäer berücksichtigen, so wissen wir nicht viel über ihre Religion, aber sie sind unrein.“
Dazu sagt Herr Majeed: „Dies ist ein sehr gefährlicher Befehl, denn es heißt, dass ein Muslim kein Kontakt mit einem Mandäer haben darf. Es bedeutet auch, dass Muslime das Recht haben, Mandäer anzugreifen. Sie sehen es nicht als ein Verbrechen an, jemanden anzugreifen, der unrein ist.“

Er liest aus einem Dossier von Angriffen, die sich während des vergangenen Jahres ereignet haben:

In Sadr City (Sadr Stadt), ein ausgedehntes schiitisches Elendsviertel, wo mehr als die Hälfte von den 5 Millionen Einwohner von Bagdad leben, wurden Schüsse auf Geschäfte abgefeuert, die Mandäern gehören und die Worte „Euer Tag wird kommen“ standen auf einer Wand geschrieben.
Einer Frau wurde in Bagdad eine Notiz übergeben, wo es hieß: „Sie sind ein Mandäer, deshalb müssen Sie 1 Million irakische Dinars zahlen, oder wir werden Ihre drei Töchter töten.“
In Falluja, der Hochburg des Aufstandes von sunnitischen Muslime, nach der Ermordung und Schändung von 4 Amerikaner in der letzten Woche von den US Militärs (Marines) nun abgeriegelt, sind Mandäer zur Konvertierung zum Islam gezwungen worden. Wenn sie es ablehnen oder verweigern sollten, würden sie entweder die Stadt verlassen oder getötet werden müssen. In der Stadt Kut wurden fünf Häuser, die Mandäern gehörten, in die Luft gesprengt; eines im April und vier im Juni (letzten Jahres).

Polizeibemühungen
Die Polizei ist typischerweise eine kleine Hilfe; es werden keine Mühen gemacht, zwischen gemeinen Verbrechen und religiös motivierten Angriffen zu unterscheiden. Es ist ein alltägliches Verbrechen geworden, wenn Leute für Lösegeld entführt werden. Aber das war auch zu Saddams Zeiten so, nur hörte man es nicht oft. Die Familien, die religiösen Gruppen angehörten, mussten immer Lösegeld an die Entführer zahlen, denn die Polizisten sagten, dass sie nichts tun könnten. „Aber ein Verbrechen mit einem klaren religiösen Motiv, macht die Lage sogar schlimmer“, sagt Herr Majeed.
"Wir können damit auch nicht zum Innenministerium gehen. Denn sie werden nicht zugeben, dass eine Verfolgung von religiösen Minderheiten existiert. Sie werden auch nicht zugeben, dass es eine islamische Verfolgung gibt. Die einzigen Leute, die irgendetwas in diesen Dingen tun machen können, sind die Amerikaner.“
Der religiös-geistige Führer der Mandäer, Satar Jabbar, der einen langen weißen Bart hat, hat mehrere Briefe an Herrn Bremer geschrieben, ohne jedoch darauf eine Antwort zu bekommen. "Wir haben im Regierungsrat keinen Repräsentanten oder in irgend einem anderen Ministerium. Sie haben uns nach nichts gefragt“, so der Mandäerführer Jabbar.

Seit eine Hilfsorganisation für die Familie der zwei ermordeten Kinder den Vater nach Amman, Jordanien, mitnahm, sind zwei Onkels in das Haus eingezogen, um die Ehefrau und die Kinder zu beschützen. Dessen scheues Lächeln trügt, denn ihre wiederkehrenden Alpträume von den Angreifern lasten schwer.

http://www.washingtontimes.com/world/20040406-105600-9870r. htm


Quelle: The WASHINGTON TIMES, 07.04.2004

Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich um eine freie Übersetzung aus dem englischen Original. Für Fehler und Unstimmigkeiten entschuldigen wir uns bei unseren Leserinnen und Lesern

 

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Die Zusammenarbeit terroristischer Zellen:

 

Die libanesische Zeitung Al Nahr hatte am 02.02.2002 aus der Londoner Times einen Artikel veröffentlicht.

In diesem Artikel wir über die Aktivitäten eines führenden Al Qaida-Terrorist (Slah Hager), der sich in Libanon mit fundamentalistischen Organisationen insbesondere  Hisbulah traf. Diese Treffen bestätigen die Verbindungen beider fundamentalistischer Organisationen, denn in diesem Treffen soll es sich um die Gestaltung der Zusammenarbeit beider Organisationen.

Doch dieser hoher Funktionär auch mit ehemaligen Afghanistan Kämpfern in Libanon zusammenkam, was unserer Meinung nach eine Planung terroristischer und Fundamentalistischer Ziele In Libanon bedeutet oder eine Vorbereitung von dem Schutz von führenden Al Qaida Mitgliedern in Libanon.

Die Ziele fundamentalistischer Organisationen ist, aus dem Libanon ein islamisches Land, wo die islamische Gesetzgebung die Quelle der libanesischen Verfassung und Gesetze wird. So wurde schon seit Jahrzehnten Aktivitäten von Islamisten und islamische Ländern insbesondere die Golfländer zur Verdrängung von Christen aus dem politischen Leben in Libanon und die Erzwingung von Christen aus dem Ehemaligen christlichen Land.

Doch auch die syrische Besatzung in Libanon ist für den Libanon eine politische, wirtschaftliche und soziale Belastung, die die christliche Patriotische Wiederstand mit aller Härte schlägt und jede Art Opposition gegen diese Besatzung mit geheimdienst-lichen Methoden schlägt.

Syrien benutzt die terroristische Hisbulah-Organisation, als Karte in der Konflikt mit Israel und lässt ihr große Freiheiten in Libanon. So hat diese Organisation im Südlibanon nach dem überraschenden Abzug der israelischen Armee, eigene Gerichte gebildet und die Christen abscheulichen Repressalien ausgesetzt.

 

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Pressebericht:   Die Sicherheitsbehörden in Zahle/Libanon, haben Mitglieder des Studentenausschusses der LF, dazu zwingen wollen, eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie sich, dazu bereit erklären keine politische Arbeit aus zu üben. Somit wollen die von der syrischen Besatzungsmacht gelenkten Sicherheitsbehörden, die oppositionelle Arbeit der Schüler und Studenten des christlichen Widerstandes schlagen.

 

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VORTRAG VON DR. WALID PHARES  IN SCHWEDEN ÜBER "DIE SYRISCHEN-WURZELN DER LIBANESISCHEN CHRISTEN"


 

Historischer Hintergrund:

Phares wiederholte die alte Entwicklung der fruchtbaren sichelförmigen kulturellen Identitäten und betonte die Maße Syro-Mesopotamian. "das Volk vom heutigem Irak, von Syrien, von Libanon und von Palästina sind Semiten, das für Tausenden Jahre lebte und konkurrieren unter selbst, errichtenden Homelands und dem Verteidigen sie von der Außenseite sowie innere Eroberungen. Unter diesen Völkern waren die Assyrer, Chaldäer und Aramäer in Mesopotamien und die Phönizier, Kananiten un die Hebräer im Libanon und im alten Israel. Die Region wurde überwiegend von Syrisch-sprechenden Völkern bewohnt. Die Region hatte genossen seine eigene Identität für Jahrhunderte, möglicherweise Jahrtausendfeiern, vor der arabischen islamischen Eroberung.",

Phares erklärte den Eruption eines neuen politischen und kulturellen Auftrages in der Region resultierend aus dem Fatah d.h. die arabische islamische Invasion des oberen mittleren Ostens. "nach der militärischen Niederlage des byzantischen Reiches und von Persien, die zwei Superkräfte der Zeit, an den Händen der Araber, wurden den einheimischen Bevölkerungen drei Wahlen gegeben. Entweder, beim Islam einzureichen und arabize, oder Dhimmi, ein zweiter Kategorienbürger zu werden. Eine dritte Wahl war das Äquivalent des ethnischen Reinigens. Große Segmente des Syro-Mesopotamian, besonders die Syrisch-sprechenden Völker, waren arabised, Islamized oder verlegt von ihrem ursprünglichen Geburtsort. Viele unter ihnen lebten, während Dhimmis auf den Araber städtische Mitten oder in der Landseite beherrschte. Jedoch Waren eine Gruppe Syrisch-sprechende Leute des Christen, die Maroniten, in der Lage, einen Homeland in der Einfassung der Libanon zu bilden, der vom 7. Jahrhundert abfährt. Die Maroniten gründete ein unabhängiges Wesen, das die Zustände Marada genannt wurde. Sie widerstanden den verschiedenen arabischen moslemischen Dynastien für sieben Jahrhunderte und hielten die meisten ihres Homeland, der von der Besetzung frei ist. Aber eine Reihe interne Krise und Bürgerkriege schwächte die folglich führenden Zustände Marada zu ihre Niederlage an den Händen der Mamelukten 1305.

Die Maroniten, verbunden von anderen Christen von der Region, folgte, mit, ihre Autonomie 1840 wieder zu erlangen. Nach den massacres von 1860, bewilligte europäische Intervention zusätzlichen autonomen Status den Christen der Einfassung der Libanon 1860. Während WWI kam der Third der Christen um, ein anderes drittes ausgewandert. Unter französischer Richtlinie wählten die libanesischen Christen den grösseren Libanon als moderner Zustand. Libanesischer Nationalismus war das Endprodukt von Jahrhunderten des Kampfes für Freiheit.

1943 untergrub ein nationaler Pakt zwischen den christlichen und moslemischen Führern den ethnischen Nationalismus der Christen. Bis 1975 genoß der Libanon einen finanziellen Erfolg, während ethnische Spannungen ungelöst blieben. Der Libanon wurde zwischen einen Pro-Araber, meistens ein islamisches Lager, die die Palästinenser stützten, und einen libanesischen Nationalisten, das christliche angespornte Lager geteilt, entgegengesetzt der Verdünnung der historischen Identität des Landes. Der Krieg von 1975-1990 zerstörte das Land und verursachte generalisierte massacres gegen Zivilisten, besonders die christlichen Bevölkerungen vom Shuf, Aley und
der Süden. Im Oktober 1990, drang die syrische Armee die zentrale freie Enklave der Christen ein, ousted ihrer Regierung, aufgelöst ihrem Widerstand, und einer arabischen Identität dem gesamten Land auferlegt.
 

Die Gegenwärtige Lage:

Seit 1990 werden die Libanesischen Christen einem systematischen Plan ausgeliefert, der sie politisch und kulturell abzubauen anstrebt. Der christliche Jugend werden ständig, die Mittel verweigert zur freien Auslebung ihrer Identität und ihre Führer werden festgenommen. Der Westen hat ihren nationalen und Kommunalanspruch verlassen, während vielen anderen Gruppen Grundrechte in der Region bewilligt wurden. Während Christen in der Mitte unter Besetzung sind und Christen im Süden bei den Terrorangriffen eingereicht werden, nur libanesische Christen in der  Diaspora sind zum fungieren im Namen ihrer belagerten Gemeinschaft möglicherweise fähig.
 

Die Rolle der Syrischen Sprache heute:
 

Obgleich die libanesische christliche Ursache hauptsächlich politisch ist, scheint das kulturelle Maß, ein Schlüsselfaktor in der Renaissance des libanesischen Nationalismus zu sein. Für einen der Gründe der letzten Niederlagen war der Mangel an kultureller Besonderheit unter den christlichen Leuten vom Libanon. Als gefragt nach ihrer Identität, konnten viele libanesische christliche Führer das kulturelle Erbe ihrer Nation erklären nicht. Viele wunderten sich in anderen Richtungen dann ihre historische Verbindung mit Syrischen Tradition . Heute berücksichtigen die neuen Erzeugungen und die nationalen Kirchen, besonders das maronitische Patriarchat stufenweise die Notwendigkeit der Zurückführung des Syrischen als historische Kultur und Sprache. Heutiger libanesischer Nationalismus ist am Rande einer Hauptrenaissance. Die Syrische Sprache ist ein grundlegender Bestandteil des libanesischen historischen Nationalismus. Die Sprache, die heute im Libanon gesprochen wird und als libanesischer Dialekt bekannt, ist nichts anderes dann eine Form arabisiertes  Syrisch. Die libanesischen Christen müssen sie modernisieren und verwenden sie massiv, als Weise, ihre kulturelle Besonderheit zu erklären.

Schließlich sollte man die historische Rolle der Syrisch-sprechenden Gemeinschaften erkennen, wenn es den Syrisch-angespornten libanesischen Nationalismus stützt. Die Assyrer in der Diaspora und im mittleren Osten, sollten ein Teil des libanesischen christlichen Widerstandes, eine Bewegung, die  Syrisch-verwurzelte Identität zurückfordert, nicht nur für die Maroniten, sondern auch für alle Syrischen-Sprechenden in der Region. Einheit unter libanesischem Christiansand zwischen syrisch-sprechenden Gemeinschaften ist die Vorraussetzung für den Erfolg einer neuen libanesischen Nation.".
 

Dann gab ´s Möglichkeiten zur Frage und Antwort. Unter den Anwesenden waren unter anderem Vertreter der libanesischen Streitkräfte LF und der SHURAYA.

 

قال في العمل السياسي:
جعجع: وعي ثقافة التزام

الفكر يقود العمل. والعمل يضع الفكر على محك الصحة. فإما يؤكده واما ينقضه. كذلك، فالعمل يصحح الفكر ويقوّمه ويغذيه. والفكر والعمل المرتبطان عضوية في جدلية وتفاعل مستمرين، يسمحان للالتزام بأن يسبر اغوار الحقائق والوقائع على نحو صحيح، ويحسن قراءة الحدث ويوجه السلوك السياسي. كثيرا ما كان العمل السياسي في لبنان، واقعا وممارسة، موضع انتقاد من قبل الدكتور سمير جعجع، يرفض التعاطي بالسياسة بخفة وسطحية وجهل، يرفض ان يكون الحقل السياسي حقل عمل من لا عمل لهم. يرفض ان يدير مصير البلاد مشلولون غير ملتزمين وغير فاعلين وغير منتجين...

 

 

Die Syrische Politik

Einen Schritt vor, einen Schritt zurück - so kommt die syrische Politik dieser Tage daher. Waren im September zehn prominente Oppositionelle festgenommen worden, die eine Demokratisierung des Systems fordern, so hat das Regime von Präsident Bashar al-Assad am Wochenende 113 politische Gefangene freigelassen. Dabei handelt es sich nach Angaben des syrischen Menschenrechtskomitees meist um Anhänger der verbotenen islamistischen Moslembrüder sowie Anhänger "nationalistischer" Gruppen, die teilweise über 15 Jahre im Gefängnis gesessen hatten. Der Vorsitzende des Komitees, Aktham Naisse, bezeichnete die Freilassungen als "einen wichtigen Schritt, um eine neue Seite aufzuschlagen".

Bereits kurz nachdem Bashar al-Assad im Sommer letzten Jahres an die Macht gekommen war, hatte er etwa 600 politische Gefangene freigelassen. Nach Schätzungen des Menschenrechtskomitees sitzen aber noch etwa bis zu 1200 Oppositionelle in Gefängnissen. Die demokratische Opposition scheint das syrische Regime heute mehr zu fürchten als die Islamisten, die schon lange keinen Machtfaktor mehr darstellen. Gegen die beiden liberalen Parlamentsabgeordneten Riyad Saif und Maamun Homsi war vor zwei Wochen bereits der Prozess wegen angeblicher Versuche, die Verfassung mit illegalen Mitteln zu verändern, eröffnet worden. Beiden Parlamentariern drohen Haftstrafen zwischen fünf Jahren und lebenslänglich. Unter den Festgenommenen befindet sich auch der prominente Wirtschaftswissenschaftler Arif Dalila. Saif hatte in seinem Haus politische Diskussionszirkel organisiert - und diese im September trotz des Verbots durch die Behörden wieder aufgenommen. Die weiteren Anklagepunkte lauten "Organisation subversiver Treffen", "Gründung einer Geheimgesellschaft" und "Stiftung von Unruhe zwischen Glaubensgemeinschaften".

Allerdings bedeutet die Tatsache, dass den beiden Abgeordneten öffentlich der Prozess gemacht wird, bereits eine Revolution. Wurden doch unter dem verstorbenen Hafez al-Asad Dissidenten einfach Jahrzehnte lang ins Gefängnis gesperrt, ohne dass ihnen je der Prozess gemacht wurde. In den syrischen Medien wird allerdings nicht über den Prozess berichtet.

 

 

 

ورد الى موقع الحزب الوطني الاشوري مقالين من السيد الدكتور غسان شاهين والاستاذ جميل حنا الخوري..

ونحن اذ نشكر هذه المبادرة والمساهمة الكبيرة من لدنهما، فاننا ننشر المقالين في هذا التحديث خاصة وان احدهما يتناول احد شؤون الساعة السياسية والثقافية لشعبنا، الا وهي ادعاءات وحملات تعريبه من قبل عدد من مرجعياته الكنسية..

(انقر هنا للاستماع الى المقابلة الاذاعية مع المطران جورج صليبا، مطران جبل لبنان للكنيسة السريانية الارثوذكسية)

وبهذه المناسبة فاننا نكرر دعوتنا الى كافة الاقلام وبكل توجهاتها السياسية والفكرية وانتماءاتها القومية والمذهبية لارسال نتاجاتها لتجد طريقها للنشر مع فائق التقدير..

*   *   *

 (رد على تصريحات لبعض مطارنة السريان الأرثوذكس حول عروبة السريان)

 

نفاجأ أحياناً بتصريحات غير مسؤولة لبعض رجال الدين من الكنيسة السريانية الأرثوذكسية والتي تحاول قلب الحقائق وتزوير التاريخ عبر ادعاءها بأن السريان هم عرب وينتمون إلى القومية العربية، وهذه المزاعم إنما تصب في نفس المنحى الذي دأبت عليه سياسات حكومات دول المنطقة وأقلام كتبة التاريخ المأجورين الذين أعادوا كتابة تاريخ المنطقة حسب منظور الحزب الحاكم بكل ما يتضمنه ذلك من تزوير وتشويه للحقائق وصياغة غير موضوعية للأحداث والوقائع بما يخدم التوجه التعريبي والإسلامي ومحاولات صهر القوميات والأقليات غير العربية في بوتقة العروبة والإسلام.

إن التاريخ شاهد حي على حضارة الإنسان وارتقاءه من أقدم العصور إلى يومنا هذا والشعب الآشوري بانتماءاته الكنسية المتعددة من سريان ونساطرة وكلدان وآراميين وموارنة هو نموذج لشعب وُجِد منذ بدايات المدنية وكان من رواد الحضارة في مهد الحضارات بلاد الشرق الأدنى القديم أو بلاد ما بين النهرين حيث خرجت أبجديات اللغة والاختراعات والابتكارات الأولى في سجل الإنسانية، وحيث استمرت الإمبراطورية الآشورية على مدى أكثر من ألف عام قوية منيعة، محكمة سيطرتها على بلاد الشام وبلاد الرافدين حتى وصل نفوذها لتركية وإيران وشبه الجزيرة العربية.

وحتى بعد أفول نجمها بسقوط نينوى في عام 612 ق.م فإن الشعب الآشوري استمر بمزاولة لغته وعاداته وتقاليده مفتخراً بتاريخه العظيم ودوره الحضاري الكبير وريادته للإنسانية، ولم تستطع كل موجات الهمجية والبربرية والسجل الأسود الطويل من الاضطهادات والمجازر والتطهير العرقي أن تنتزع الرغبة في الحياة والتمسك بالأرض والمحافظة على مقومات ومكونات هذا الشعب وخصائصه المميزة، ووجوده كشعب أصيل له إطاره القومي وحقه بالوجود والتمتع بكيانه ومقوماته المتوارثة منذ فجر التاريخ.

إن أقوال بعض مطارنة السريان إنما هي حلقة من سجلهم الطويل في محاربة التطلعات القومية لأبناء الشعب السرياني والوقوف في وجه أية أفكار أو إرهاصات وحدوية مع أبناء الطوائف الأخرى المكونة للشعب الآشوري، هذا الشعب العريق الذي لم تستطع كل المصائب والنكبات التي حلت به عبر تاريخه الطويل أن تمحيه أو تقضي عليه وسيعود إلى ممارسة دوره الحضاري والتاريخي كما عادت شعوب كثيرة من الفناء إلى الوجود.

إن أقوال رجال الدين هؤلاء   إنما تنم عن تجاهل فظ لأبسط عبر التاريخ ودروسه ومحاولة مكشوفة للوقوف بوجه حركة التاريخ في عصر العولمة وحقوق الأقليات وعملية إستغباء لأبناء رعيتهم الذين منحوهم ثقتهم واحترامهم ودعمهم فكان رد رجال الدين هو إنكار قوميتهم الأصلية والاحتماء بقومية أخرى (مع احترامنا لجميع القوميات) من أجل تمرير مخططهم الرامي إلى إبعاد أبناء الكنيسة السريانية الأرثوذكسية عن القومية الآشورية حتى لا يتم التلاقي بين أبناء الشعب الواحد وتستمر حالة التفرقة والتشتت ويبقوا هم في مناصبهم وكراسيهم وامتيازاتهم الدينية والدنيوية.

ختاماً إن التصريحات السابقة والتي أعلنت في أكثر من مناسبة لا تقدم ولا تؤخر من الحقيقة التاريخية والأزلية، وهذه التصريحات لم تكن الأولى ولن تكون الأخيرة الصادرة عن رجال الدين أولئك، والذين فقدوا مصداقيتهم وانتماءهم القومي الحقيقي لأبناء الأمة الآشورية والذين أصبح أتباع الكنيسة السريانية في دول العالم على علم ومعرفة بنواياهم وأهدافهم الحقيقية من وراء هذه المقولات التي لن تؤثر على مسيرة الوحدة والتلاقي والمصير المشترك بين أبناء الكنائس والطوائف المختلفة التي تشكل موزاييك الشعب الآشوري الواحد والذي يعيد إحياء قوميته التي لم ينساها يوماً عبر مؤسساته الحزبية والسياسية من حركات ومنظمات وأحزاب وجمعيات ونوادٍ موزعة في كل دول العالم التي توجد فيها جاليات ومجتمعات آشورية وسريانية وكلدانية وربما هذا من الأسباب التي أثارت غيظ وحنق السلطة الدينية السريانية التي ترى أبناء رعيتها يخرجون من جبة رجال الكهنوت ويتبعون التيارات القومية حيث أخذ البساط يُسحب من تحت كراسيهم مما شكل تهديداً لبقائهم وحظوتهم لدى الحكومات والدول.

إننا في كل ما سبق لا نقصد الإساءة أو الانتقاص من القومية العربية التي هي قومية حية خالدة لها مقوماتها وخصائصها وقد تفاعلت عبر التاريخ مع القوميات الأخرى المتواجدة معها في البلدان العربية كالآشوريين (السريان، الكلدان، النساطرة، الموارنة) والأرمن والأكراد والتركمان والبربر والأمازيغ والشركس وغيرهم، ونشأت بين أبناء هذه القوميات علاقات اجتماعية وثقافية وسياسية واقتصادية كبيرة على مر العصور، وقد ساهمت هذه الأقليات القومية في إغناء التنوع الحضاري والثقافي للبلدان المتواجدة فيها وإضفاء المزيد من الانفتاح الحضاري والتسامح الاجتماعي والغنى المعرفي وتقبل الآخر المختلف على مجتمعات هذه البلدان، مقارنة مع العزلة والانغلاق الذي عانته الدول التي لم تسمح أو لا يوجد فيها أقليات أو قوميات مختلفة.

لقد حان الوقت للكف عن سياسات الاستيعاب والصهر لغير العرب وممارسات الإنكار والتجاهل والتهميش للأقليات العرقية والقومية المتواجدة في الدول العربية في العصر الحالي الذي يشهد تحولات جذرية في السياسات والإيديولوجيات وأنماط التفكير والتعامل مع مسائل الأقليات في دول العالم أجمع تحت مظلة النظام العالمي الجديد والعولمة التي تتسارع خطاها وتكتسح الحدود والمفاهيم القديمة شئنا أم أبينا. 

فالاعتراف بوجود قوميات غير عربية تعيش في البلدان العربية لا ينتقص من سيادة هذه البلدان ولا من مفهوم القومية العربية بل هو إقرار بالتعدد أو التنوع الذي يغنى الحياة ويعطيها طابعاً مميزاً، فكل ما تنشده هذه الأقليات أو القوميات الصغيرة هو الإقرار بوجودها ومنحها حقوقها الثقافية في تعلم لغتها وتاريخها وممارسة تقاليدها وفلكلورها وشعائرها وتمكينها من المشاركة في بناء الوطن عبر الاعتراف بحقها في التمثيل السياسي ضمن إطار الوحدة الوطنية التي تضم الكل وتحت سقف القانون الذي يطبق على الجميع .

 

الدكتور غسان شاهين

      28 /12/2001

 

 

 

PATRIARCH SFEIR: "SYRIAN WORKERS ARE TAKING OUR PEOPLE'S JOBS"




Dimane, Lebanon Bulletin, staff, September 17, 1997
Criticizing the influx of Syrian workers in Lebanon, Maronite Patriarch Nasrallah Sfeir said "Syrian workers are taking the jobs from the our people. The government should protect the jobs of its own people before opening the doors to hundred thousand foreign workers." It is to note that around one million Syrian workers have "invaded" Lebanon since 1991.
Lebanon's population is estimated to 3.7 million people.

BRAVOHabib Afram
A diplomat, poet, author, businessman, and president of the Syriac Universal Alliance (elected 1999), Habib Afram will be visiting the United States and will be speaking before audiences at leading universities and Assyrian communities.  The series is being coordinated through the Beth Nahrain Assyrian Organization (the Massachusetts affiliate of the Assyrian American National Federation) in cooperation with many individuals across the country.  The topic of Mr. Afram's lecture will be "the continued presence of Syriac-speaking Christians in an evolving Middle East."Mr. Habib is one of the leading activists of the community living in Beirut, Lebanon and is the author of several modern political texts on the Christian presence in the Middle East.  Among his recent accomplishments has been the recognition of the Syriac Universal Alliance before the UNPEC.The following is Mr. Habib's lecture schedule in the U.S. (April - May 2000): 
 


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